EU
CERV (EU)
EU-Programm für Zivilgesellschaft, Demokratie und Rechte — nur indirekt für Tierschutz relevant.
Was ist das?
CERV (Citizens, Equality, Rights and Values) fördert zivilgesellschaftliche Organisationen in Bereichen wie Demokratie, Rechte, Gleichstellung, Gewaltprävention und Bürgerbeteiligung.
Ein direkter Tierschutzbezug ist selten — höchstens über Bildungs-, Community- oder Gewaltpräventionsprojekte mit indirektem Tierwohl-Thema.
Wie funktioniert es?
- Ausschreibungen mit spezifischen thematischen Prioritäten; Antrag über qualifizierte NGOs oder Konsortien.
- Hoher dokumentarischer und inhaltlicher Anspruch; EU-Policy-Bezug erforderlich.
Für wen sinnvoll
- Organisationen mit Schwerpunkt Bildung, Jugend, Community-Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
- Projekte zu verantwortungsvoller Tierhaltung als Bildungsthema (nicht als Tierarztfonds).
- Netzwerke mit EU-weiter Kooperationserfahrung.
Weniger geeignet für
- Tierheim-Betrieb, Kastrationsfonds, Futter, medizinische Notfallhilfe.
- Klassische Tierschutzvereine ohne Zivilgesellschafts-Schwerpunkt.
- Kleine Teams ohne EU-Antragskapazität.
Praxistipps
- Nur prüfen, wenn euer Projekt wirklich in CERV-Themenfelder fällt — nicht als „vielleicht klappt es“.
- Thema klar von Spenden- und Patenschaftsfinanzierung trennen.
- Erst DSEE-Beratung oder Erasmus+-nahe Kooperationen erwägen, bevor CERV ins Spiel kommt.
Keine Rechts- oder Antragsberatung. Programme, Fristen und Konditionen ändern sich — vor Antragstellung immer die offiziellen Quellen und ggf. Fachberatung prüfen.